Das Rezept ist wirklich sehr simpel: ein bisschen Gemüse grillen, würfeln und mit Zitrone und Olivenöl marinieren. Doch ich habe meinen Grillgemüse-Salat in letzter Zeit einige Male zubereitet und die Reaktionen waren jedesmal euphorisch. Ich denke es gibt zwei (kleine) Geheimnisse: Erstens grille ich alle Zutaten ziemlich sorgfältig, separat, so dass sie alle schön geröstet sind aber nicht zu viel. Die Paprika muss weich sein und ich häute sie. Olivenöl kommt nicht beim Grillen dazu sondern frisch, erst wenn ich den Salat mische. Dann wird alles klein gewürfelt, so verbinden sich später alle Elemente und Aromen sehr gut.
Aber wirklich entscheidend ist eine Zutat, nämlich getrocknete Mangostreifen der Sorte „Amelie“ aus Burkina Faso von Gebana. Hier muss ich wirklich einmal eindeutig (unbezahlte) Werbung machen, denn diese Mangos sind nicht nur süß, wie gewöhnliche getrocknete Mangos, sondern gleichzeitig süß und sauer und fruchtig-aromatisch. Den Grillgemüsesalat heben sie auf eine neue Ebene. Die gemeinwohlorientierte Firma vermittelt zwischen kleinen Bauern in aller Welt und Käufern in Europa. Die Bauern werden gut bezahlt und bei Logistik und Bürokratie unterstützt. Dafür schonen sie die Umwelt und produzieren erstklassige Lebensmittel. Damit diese nicht allzu teuer werden, sind die Gebinde größer als im Bioladen. Gebana schlägt vor zusammen mit Freunden zu bestellen. Gute Idee, aber zum Beispiel die 2 kg getrocknete Mangos verschwinden auch im kleinen Haushalt erstaunlich schnell.
Grillgemüsesalat für etwa 4 Portionen:
2 rote Paprika
1 mittelgroße (lila) Aubergine
300 g grüner Spargel (Alternative: Fenchelknolle oder Kräuterseitlinge)
1 kleine, milde Zwiebel
1/2 Bund Minze
80 g getrocknete Mango (säuerliche Sorte z.B.: "Amelie" von Gebana)
1 Biozitrone
Salz, Chiliflocken
4 EL Olivenöl
1. Paprika halbieren, die Trennwände und Samen entfernen, mit wenig Öl beträufeln und entweder im Ofen auf einem Blech mit Backfolie (sonst nervt es später beim Spülen) oder auf dem Grill garen, bis das Fruchtfleisch weich und die Haut mehr oder weniger schwarz ist. Ofen auf 220 Grad Umluftgrillen stellen, dann dauert es ungefähr 20 min auf der mittleren Schiene. Auf einen Teller oder ein Schneidebrett legen, kurz mit einem nassen Tuch zudecken, dann die Haut abziehen, das geht am besten mit den Fingern. Das Fruchtfleisch würfeln.
2. Aubergine in Scheiben schneiden und ohne Öl weich braten oder grillen, ebenfalls würfeln. Spargel 5 min kochen, abtropfen abtrocknen. Dann kurz und heiß grillen. Zwiebel schälen, vierteln und in sehr dünne Streifen schneiden (schmeckt nur mit milden Zwiebeln, z.B. Tropeazwiebeln, die rote Zwiebel auf dem Foto hätte ich in Spalten schneiden sollen und auch grillen, dann würfeln).
3. Minze zupfen und ein paarmal durchschneiden. Mango in Streifen schneiden – das ist ein bisschen mühsam, entweder ein möglichst scharfes großes Messer verwenden, oder eine Schere.
4. Alles mischen und mit Saft und Schale von einer Biozitrone, Salz, Chiliflocken und einem Schwups Olivenöl anmachen, ein bisschen ziehen lassen.




